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Die Perle des Orients: weitere Highlights im Oman

Oman verfügt über zahlreiche kleine und große Sehenswürdigkeiten, die sich nicht in eine Kategorie pressen lassen, die aber trotzdem sehr sehenswert sind.

Angefangen beim sehr unscheinbar gelegenen, aber beeindruckenden Krater von Dibab, fortgeführt über eine der größten begehbaren Höhlen der Welt, Al Hoota Cave, bis hin zu den geschichtsträchtigen Ruinen von Tanuf. Es gibt viele Punkte, die man entweder in eine Rundreise nebenbei mit einfliessen lassen kann oder die auch eine Hauptattraktion am jeweiligen Tag sein können.

Besonders interessant ist beispielsweise der Besuch des alten Bergdorfes Misfat Al Abriyyin. Hier leben die Leute seit Jahrhunderten in alten Lehmbauten, die durch Wasser- und Stromleitungen ein wenig an moderne Gegebenheiten angepasst wurden.

Ein UNESCO-Weltkulturerbe: Die Bienengräber von Al Ayn

Zusammen mit der Festung Bat und der Siedlung Al Khutm zählen die Bienengräber von Al Ayn seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie liegen auf der Rückseite des Jabal Shams vor dem unvergleichbaren Panorama des seltsam geformten Jabal Misht. Welchen genauen Zwecken diese Grabstätten aus vorislamischer Zeit vielleicht auch in ritueller Hinsicht dienten, ist von Wissenschaftlern noch nicht vollends aufgeklärt. Aber es ist beeindruckend, wie lange diese Ansammlung die Zeit überstanden hat.

Al Ayn aus persönlicher Sicht

Diese Grabstätten werden aufgrund in ihnen gefundener Keramikstücke, die als Grabbeigaben gedeutet wurden, auf ein Entstehungsdatum von etwa 3.000 vor Christus datiert. Das ist ein Alter von circa 5.000 Jahren – eine wahnsinnig bedeutende geschichtliche Stätte, die dennoch so intakt ist, liegt hier vor der beeindruckenden Kulisse des Jabal Misht. Vom Jabal Shams aus ist diese Stelle in etwa einer Stunde zu erreichen – offroad mit einer Abkürzung durch die Berge. Und etwas weiter hinten kommt dann das schöne Wadi Dam, so dass diese an sich relativ allein stehende Stätte auch mit einem anderen Ausflugsort verbunden werden kann.

Die zweitgrößte Höhle Omans: Al Hoota Cave

Zwischen Nizwa und dem Jabal Shams liegt auf einer Nebenstrecke relativ unscheinbar die Al Hoota Cave. Mittlerweile wurden etwa 5,7 Kilometer der Höhle erforscht, die wohl durch Zufall von einem Hirten entdeckt wurde. Im Jahr 2006 wurde ein Besucherzentrum mit kleinem geologischen Museum, einem Restaurant sowie dem Souvenirshop eröffnet. Sofern funktionsfähig fahren Gäste mit dem einzigen Zug Omans in die Höhle, um dort die normal im Rahmen einer Tour begehbaren 800m der Höhlenwelt mit ihren einzigartigen Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. Da die tägliche Besucheranzahl limitiert ist, um das Ökosystem der Al Hoota Cave zu schützen, empfiehlt sich eine vorherige Buchung.

Al Hoota Cave aus persönlicher Sicht

Die zahlreichen Stufen im Inneren der Höhle sind zwar relativ erschöpfend, aber dieser Weg durch die Höhle lohnt sich. Denn im Gegensatz zu vielen anderen, kleineren Höhlen bekommt man hier keine Beklemmungen, da die Höhle auch in der Höhe überall so ist, dass man ohne den Kopf einzuziehen hindurch gehen kann. Es gibt hier Tiere, die es nur in dieser Höhle gibt – zum Beispiel die Al Hoota-Spinne mit ihren acht Augen sowie, noch imposanter, den sogenannten blinden Fisch. Dieser ist durch den Mangel an Lichteinfall durchsichtig und seine Augen sind nicht ausgebildet, sondern nur angedeutet. Aus der Nähe können diverse Exemplare im zwar kleinen, aber sehr interessanten Geologiemuseum angesehen werden.

Ein unscheinbarer Krater: Bait Al Afreet (Dibab Sinkhole)

Wenn man nicht weiß, dass die Beschilderung „Hawiyat Najm Park“ zum Krater von Dibab führt, würde mit Sicherheit einfach auf dem Highway zwischen Maskat und Sur weiterfahren. Und das, obwohl Dibab Sinkhole – auch Bimmah Sinkhole genannt, da es zwischen beiden Orten liegt – nur wenige Meter vom Highway enternt ist und ein Park um diese natürliche Sehenswürdigkeit gebaut wurde. Selbst wenn man sich im Park selbst dem „Haus der Dämonen“, so die Übersetzung von Bait Al Afreet, nähert sieht man noch nicht, was einen gleich erwartet. Der Krater hat eine Ausdehnung von etwa 50 mal 30 Meter und ist circa 25m tief. Eine Treppe führt hinunter zum Wasser, welches ein Gemisch aus Salzwasser und Grundwasser ist und daher nicht ganz so salzig wie der Golf von Oman ist. Das Meerwasser gelangt über eine Höhle in den Krater. Ursprünglich war auch Dibab Sinkhole eine Höhle, die dann allerdings irgendwann eingestürzt ist.

Dibab Sinkhole aus persönlicher Sicht

Der Krater von Dibab ist ein willkommener Ort, um sich in einer ungewohnten Umgebung zu erfrischen. Oder auch, um sein Picknick-Essen nach einem faszinierenden Blick in dieses seltsame Erdloch zu genießen. Nach dem Hinabsteigen der etwas ungleichmäßigen, früher noch mitten auf einer Stufe von einem Baum unterbrochenen, Treppenstufen können wir in das etwas kühle Nass steigen. In der gegenüberliegenden Felswand kann man die Vorsprünge auch als Sprungturm benutzen. Der Einfachheit halber wurde dort ein Seil gespannt, um hinauf zu gelangen. Dibab Sinkhole ist wirklich ein seltener, allein schon aber durch die türkise Wasserfarbe faszinierender Ort.

Die paradiesische Oase: Misfat Al Abriyyin

Wenn man sich dem Dorf nördlich von Al Hamra über die Serpentinen nähert, sieht man lediglich die neu gebauten Villen. Den alten, phänomenalen Teil von Misfat Al Abriyyin sieht man erst, wenn man über eine Kuppe im neuen Teil des Ortes gekommen ist. Die Gebäude sind mehrere hundert Jahre alt und wurden mit der Zeit mit Wasser- und Stromleitungen aufgefrischt. Aber die aus Lehm teilweise auch um den Fels gebauten Häuser stehen immer noch wie eh und je. Und das Besondere: Sie werden auch noch bewohnt. Umgeben sind die idyllischen Gebäude von kleinen Terrassenfeldern, die dem Ort diese Atmosphäre einer Bilderbuch-Oase geben. Die wasserliefernden Falaj-Systeme führen quer durch den Ort, den man auch dank zahlreicher Treppenstufen gut zu Fuß besichtigen kann.

Misfat Al Abriyyin aus persönlicher Sicht

Wenn irgendwann einmal das Schreiben einer Biographie oder ähnlichem ansteht, ist Misfat Al Abriyyin der perfekte Ort dafür. Die freundlichen Menschen machen diesen selbst für Oman außergewöhnlichen Ort noch spezieller, als er durch das Zusammenspiel der alten Lehmbauten mit den grünen Feldern und der immer wieder aufblitzenden tollen Aussicht ohnehin schon ist. Hier findet sich von Papayas über Datteln bis hin zu Feigen und Granatäpfeln sowie Springbohnen eigentlich alles, was es für ein geschmackvolles Leben braucht. Ziegen natürlich inklusive. Ein Highlight ist dann auch das einzige Gästehaus des Ortes, das liebevoll dazu hergerichtete Misfah Old House. Auch wenn wir keine Übernachtung hier haben, ist ein Besuch auf einen omanischen Kaffee immer ein schöner Halt. Auch der Imker nahe dem Parkplatz für auswärtige Fahrzeuge ist – wenn er denn geöffnet hat – immer für eine kleine Geschichte gut. Dieser Ort ist eigentlich bei jeder Rundfahrt ein Muss…

Mittelalterliche Hafenstadt: Qalhat

Seit dem Juni 2018 besitzt Oman ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe: Die etwas westlich von Sur gelegene Siedlung Qalhat verfügt noch über Ruinen einer alten Hafenstadt, die vor deren Zerstörung durch die Portugiesen 1508 sogar die Hauptstadt des Sultanat Hormus war. Sie galt als Zentrum des Seehandels mit dem indischen Subkontinent. Das bedeutendste noch vorhandene Monument ist die Grabstätte von Bibi Maryam, welches vom damaligen Sultan für seine Frau im Stile persischer Grabstätten errichtet wurde. Es gibt aber auch die Legende, dass Bibi Maryam dieses Bauwerk für sich selbst errichten lassen hat.

Qalhat aus persönlicher Sicht

Oman verfügt aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen über viele Überreste jahrhundertealter Siedlungen. Aber mit dem übrigens von Korallen ummauerten Mausoleum von Bibi Maryam eines der am offensichtlichsten, ist dies doch direkt auch vom Highway sichtbar. In den letzten Jahren war es leider nicht immer möglich, es den historischen Teil Qalhats zu besuchen – dies könnte eventuell mit dem noch laufenden Verfahren der Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO zusammenhängen.

Der Schildkrötenstrand: Ras Al Jinz

Der östlichste Punkt im Sultanat Oman ist zugleich einer mit einer großen Bedeutung. Nicht nur, dass hier eine alte, etwa 4.000 Jahre alte Hafenstadt gefunden wurde. Der Turtle Beach erlaubt ganzjährig, die zur Eierablage an Land kommenden Schildkröten zu beobachten. Seit 2008 gibt es hier ein wissenschaftliches Zentrum inklusive Museum, welches allabendlich geführte Touren zum Strand des Naturreservates anbietet. Und sollte sich am Abend keine Schildkröte finden lassen, so gibt es auf Anmeldung früh morgens eine weitere Möglichkeit.

Ras Al Jinz aus persönlicher Sicht

Es ist ein richtig tolles und erhabenes Gefühl, die großen weiblichen Schildkröten bei ihrer Eiablage im weichen Sand begutachten zu können. Sie befinden sich in dem Zeitraum in einem Trancezustand, so dass die Wahrnehmung der Umgebung etwas eingeschränkt ist und unter der Anleitung eines Mitarbeiters des wissenschaftlichen Zentrums kleine Gruppen die Tiere sehen können. Es kommt allerdings ab und an vor, dass keine Schildkröten an Land kommen – dann ist alles Warten umsonst, wenn man nicht in aller Frühe nochmals aufstehen möchte. Das ist uns bisher allerdings nur etwa fünf Mal passiert. Richtig grandios wird dieses Erlebnis am Turtle Beach, wenn plötzlich junge Schildkröten schlüpfen und sich auf den mühsamen, leider jedoch sehr beschwerlichen Weg ins Meer begeben. Wenn man bedenkt, dass die Überlebensrate nur bei 2 bis 3 Promille liegt, macht einen das schon nachdenklich.

Geschichtsunterricht live: Die Ruinen von Tanuf

Nicht weit hinter Nizwa auf dem Weg in Richtung Jabal Shams liegt die Stadt Tanuf, die nicht nur für seine Getränkeabfüllanlage bekannt ist sondern auch ein Mahnmal in Form eines Ruinendorfes beherbergt. Denn der alte Teil des Ortes wurde vom damaligen Sultan mit Hilfe der britischen Luftstreitkräfte für einen Präzedenzangriff genutzt, um den Jabal-Akhdar-Krieg mit zwischen dem die Küstengebiete umfassenden Sultanat und den Aufständigen des im Inneren des heutigen Landes liegenden Imamats zugunsten des Sultans zu wenden. Die Bombardements waren üblicherweise auf die Falaj-Systeme der Dörfer gerichtet, hier jedoch ging es einfach auch gegen die Zivilbevölkerung, die unter Führung von Imam Ghalib bin Ali gegen den Vater des heutigen Sultans kämpfte. Die Ruinen sind auch heute noch frei zugänglich und nahezu so erhalten wie nach dem letzten Luftangriff 1959.

Tanuf aus persönlicher Sicht

So schön die Fotomotive auch sind, umso bedrückender ist die Geschichte dieses vor der imposanten Bergkulisse gelegenen Ruinendorfes. Luftangriffe auf Lehmgebäude müssen unter der Bevölkerung verheerende Folgen gehabt haben. Aber genau aus diesen Begebenheiten hat die omanische Bevölkerung zusammen mit Seiner Majestät auch einen beispielhaften Weg in die Moderne hingelegt. Und von daher ist dieses Mahnmal auch immer wieder ein interessanter Ort, um die Landesgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts anschaulich dargestellt zu bekommen.

Wie soll Deine Oman-Reise aussehen?

Trag einfach die Parameter für Deine Traumreise in das folgende Formular und lass uns anschließend etwa 20 bis 30 Minuten telefonieren, wie Ihr Euch Eure Wunschreise vorstellt. Anschließend gehen wir in die Spur und erstellen Dir ein Angebot, welches wir solange anpassen bis Du sagst:

Genau das ist MEINE Tour, so machen wir das.

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