Die Perle des Orients: weitere Highlights im Oman
Oman verfügt über zahlreiche kleine und große Sehenswürdigkeiten, die sich nicht in eine Kategorie pressen lassen, die aber trotzdem sehr sehenswert sind.
Angefangen beim sehr unscheinbar gelegenen, aber beeindruckenden Krater von Dibab, fortgeführt über eine der größten begehbaren Höhlen der Welt, Al Hoota Cave, bis hin zu den geschichtsträchtigen Ruinen von Tanuf. Es gibt viele Punkte, die man entweder in eine Rundreise nebenbei mit einfliessen lassen kann oder die auch eine Hauptattraktion am jeweiligen Tag sein können.
Besonders interessant ist beispielsweise der Besuch des alten Bergdorfes Misfat Al Abriyyin. Hier leben die Leute seit Jahrhunderten in alten Lehmbauten, die durch Wasser- und Stromleitungen ein wenig an moderne Gegebenheiten angepasst wurden.
Ein UNESCO-Weltkulturerbe: Die Bienengräber von Al Ayn
Zusammen mit der Festung Bat und der Siedlung Al Khutm zählen die Bienengräber von Al Ayn seit 1988 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Sie liegen auf der Rückseite des Jabal Shams vor dem unvergleichbaren Panorama des seltsam geformten Jabal Misht. Welchen genauen Zwecken diese Grabstätten aus vorislamischer Zeit vielleicht auch in ritueller Hinsicht dienten, ist von Wissenschaftlern noch nicht vollends aufgeklärt. Aber es ist beeindruckend, wie lange diese Ansammlung die Zeit überstanden hat.
Al Ayn aus persönlicher Sicht
Diese Grabstätten werden aufgrund in ihnen gefundener Keramikstücke, die als Grabbeigaben gedeutet wurden, auf ein Entstehungsdatum von etwa 3.000 vor Christus datiert. Das ist ein Alter von circa 5.000 Jahren – eine wahnsinnig bedeutende geschichtliche Stätte, die dennoch so intakt ist, liegt hier vor der beeindruckenden Kulisse des Jabal Misht. Vom Jabal Shams aus ist diese Stelle in etwa einer Stunde zu erreichen – offroad mit einer Abkürzung durch die Berge. Und etwas weiter hinten kommt dann das schöne Wadi Dam, so dass diese an sich relativ allein stehende Stätte auch mit einem anderen Ausflugsort verbunden werden kann.
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Die jahrhundertealten Bienengräber von Al Ayn und Bat sind eines der Sehenswürdigkeiten Omans, die in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbstätten aufgenommen wurden
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Der beeindruckende Berg Jabal Misht im Hintergrund macht die Bienengräber von Al Ayn noch etwas geheimnisvoller
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Die Bienengräber von Al Ayn liegen auf der Rückseite des Jabal Shams auf dem Weg in Wadi Dam
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Wie genau die Bienengräber genau genutzt wurden ist unter Wissenschaftlern noch nicht endgültig geklärt, eventuell fanden hier auch lediglich vorislamische religiöse Rituale statt
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Die Bauten stammen aus vorislamischer Zeit, sind aber dennoch sehr gut erhalten geblieben
Die zweitgrößte Höhle Omans: Al Hoota Cave
Zwischen Nizwa und dem Jabal Shams liegt auf einer Nebenstrecke relativ unscheinbar die Al Hoota Cave. Mittlerweile wurden etwa 5,7 Kilometer der Höhle erforscht, die wohl durch Zufall von einem Hirten entdeckt wurde. Im Jahr 2006 wurde ein Besucherzentrum mit kleinem geologischen Museum, einem Restaurant sowie dem Souvenirshop eröffnet. Sofern funktionsfähig fahren Gäste mit dem einzigen Zug Omans in die Höhle, um dort die normal im Rahmen einer Tour begehbaren 800m der Höhlenwelt mit ihren einzigartigen Stalagmiten und Stalaktiten zu sehen. Da die tägliche Besucheranzahl limitiert ist, um das Ökosystem der Al Hoota Cave zu schützen, empfiehlt sich eine vorherige Buchung.
Al Hoota Cave aus persönlicher Sicht
Die zahlreichen Stufen im Inneren der Höhle sind zwar relativ erschöpfend, aber dieser Weg durch die Höhle lohnt sich. Denn im Gegensatz zu vielen anderen, kleineren Höhlen bekommt man hier keine Beklemmungen, da die Höhle auch in der Höhe überall so ist, dass man ohne den Kopf einzuziehen hindurch gehen kann. Es gibt hier Tiere, die es nur in dieser Höhle gibt – zum Beispiel die Al Hoota-Spinne mit ihren acht Augen sowie, noch imposanter, den sogenannten blinden Fisch. Dieser ist durch den Mangel an Lichteinfall durchsichtig und seine Augen sind nicht ausgebildet, sondern nur angedeutet. Aus der Nähe können diverse Exemplare im zwar kleinen, aber sehr interessanten Geologiemuseum angesehen werden.
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Die Al Hoota Cave liegt zwischen den beiden Städten Nizwa und Al Hamra
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Im Gebäude von Al Hoota Cave ist auch ein kleines Restaurant mit untergebracht, in dem man sich während der Rundfahrt gern noch etwas gönnen kann
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Normalerweise bringt dieser Elektrozug die Besucher in die Al Hoota Cave
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Im Inneren des Empfangsgebäudes der Al Hoota Cave befindet sich neben einem Souvenir-Shop auch ein kleines, aber interessantes Museum zur Geologie des Oman
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Schon der äußere Bereich des Eingangs zur Al Hoota Cave zeigt beeindruckende Gesteinsschichten auf
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Ein Tunnel führt in die Al Hoota Cave hinein beziehungsweise heraus, wobei innerhalb des Berges etwas kühlere Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit als außerhalb herrschen
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Al Hoota Cave im Oman ist eine der größten begehbaren Tropfsteinhöhlen der Welt, von den kompletten 5,7 Kilometer können im Rahmen eines Rundgangs etwa 800m besichtigt werden
Ein unscheinbarer Krater: Bait Al Afreet (Dibab Sinkhole)
Wenn man nicht weiß, dass die Beschilderung „Hawiyat Najm Park“ zum Krater von Dibab führt, würde mit Sicherheit einfach auf dem Highway zwischen Maskat und Sur weiterfahren. Und das, obwohl Dibab Sinkhole – auch Bimmah Sinkhole genannt, da es zwischen beiden Orten liegt – nur wenige Meter vom Highway enternt ist und ein Park um diese natürliche Sehenswürdigkeit gebaut wurde. Selbst wenn man sich im Park selbst dem „Haus der Dämonen“, so die Übersetzung von Bait Al Afreet, nähert sieht man noch nicht, was einen gleich erwartet. Der Krater hat eine Ausdehnung von etwa 50 mal 30 Meter und ist circa 25m tief. Eine Treppe führt hinunter zum Wasser, welches ein Gemisch aus Salzwasser und Grundwasser ist und daher nicht ganz so salzig wie der Golf von Oman ist. Das Meerwasser gelangt über eine Höhle in den Krater. Ursprünglich war auch Dibab Sinkhole eine Höhle, die dann allerdings irgendwann eingestürzt ist.
Dibab Sinkhole aus persönlicher Sicht
Der Krater von Dibab ist ein willkommener Ort, um sich in einer ungewohnten Umgebung zu erfrischen. Oder auch, um sein Picknick-Essen nach einem faszinierenden Blick in dieses seltsame Erdloch zu genießen. Nach dem Hinabsteigen der etwas ungleichmäßigen, früher noch mitten auf einer Stufe von einem Baum unterbrochenen, Treppenstufen können wir in das etwas kühle Nass steigen. In der gegenüberliegenden Felswand kann man die Vorsprünge auch als Sprungturm benutzen. Der Einfachheit halber wurde dort ein Seil gespannt, um hinauf zu gelangen. Dibab Sinkhole ist wirklich ein seltener, allein schon aber durch die türkise Wasserfarbe faszinierender Ort.
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Der Krater von Dibab (Dibab Sinkhole) hat einen Durchmesser von etwa 80 Metern und eine Treppe führt hinunter zur Badestelle
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Um die Badestelle des als Hawiyat Najm Park ausgeschilderten Krater von Dibab sind zahlreiche schattenspendende kleine Holzpavillons aufgebaut, um eine Pause während einer Rundresise einlegen zu können
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Eine besondere vom Highway her aber völlig unscheinbare Sehenswürdigkeit zwischen Maskat und Sur ist der Krater von Dibab, das Haus der Dämonen (Bait Al Afreet) – eine unwirkliche Stelle für eine kleine Erfrischung
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Das Wasser im Krater von Dibab ist aufrund der nur über die Mittagsstunden hineinstrahlenden Sonne verhältnismäßig kühl
Die paradiesische Oase: Misfat Al Abriyyin
Wenn man sich dem Dorf nördlich von Al Hamra über die Serpentinen nähert, sieht man lediglich die neu gebauten Villen. Den alten, phänomenalen Teil von Misfat Al Abriyyin sieht man erst, wenn man über eine Kuppe im neuen Teil des Ortes gekommen ist. Die Gebäude sind mehrere hundert Jahre alt und wurden mit der Zeit mit Wasser- und Stromleitungen aufgefrischt. Aber die aus Lehm teilweise auch um den Fels gebauten Häuser stehen immer noch wie eh und je. Und das Besondere: Sie werden auch noch bewohnt. Umgeben sind die idyllischen Gebäude von kleinen Terrassenfeldern, die dem Ort diese Atmosphäre einer Bilderbuch-Oase geben. Die wasserliefernden Falaj-Systeme führen quer durch den Ort, den man auch dank zahlreicher Treppenstufen gut zu Fuß besichtigen kann.
Misfat Al Abriyyin aus persönlicher Sicht
Wenn irgendwann einmal das Schreiben einer Biographie oder ähnlichem ansteht, ist Misfat Al Abriyyin der perfekte Ort dafür. Die freundlichen Menschen machen diesen selbst für Oman außergewöhnlichen Ort noch spezieller, als er durch das Zusammenspiel der alten Lehmbauten mit den grünen Feldern und der immer wieder aufblitzenden tollen Aussicht ohnehin schon ist. Hier findet sich von Papayas über Datteln bis hin zu Feigen und Granatäpfeln sowie Springbohnen eigentlich alles, was es für ein geschmackvolles Leben braucht. Ziegen natürlich inklusive. Ein Highlight ist dann auch das einzige Gästehaus des Ortes, das liebevoll dazu hergerichtete Misfah Old House. Auch wenn wir keine Übernachtung hier haben, ist ein Besuch auf einen omanischen Kaffee immer ein schöner Halt. Auch der Imker nahe dem Parkplatz für auswärtige Fahrzeuge ist – wenn er denn geöffnet hat – immer für eine kleine Geschichte gut. Dieser Ort ist eigentlich bei jeder Rundfahrt ein Muss…
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Eines der absoluten Highlights der Bergwelt Omans ist das Dorf Misfat Al Abriyyin, das wie eine Oase in das schroffe Gestein angegliedert ist und dessen Gebäude bis zu 400 Jahre alt sind
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Dieser ältere Bewohner Misfat Al Abriyyins ist eigentlich bei jedem Rundgang durch diese Oase zugegen
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Direkt gegenüber des alten Teiles der Oase Misfat Al Abriyyin befinden sich neu gebaute Villen, die die traumhafte Aussicht auf das Bergdorf genießen können
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In Misfat Al Abriyyin leben die Generationen noch miteinander – es ist mitnichten so, dass komplett alle jungen Leute in die Stadt ziehen, auch wenn sich natürlich viele Familien im neuen Teil des Dorfes eine Villa gebaut haben
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Eines der prägnantesten Häuser in Misfat Al Abriyyin wurde direkt auf einem Felsen gebaut
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Wann immer wir durch Misfat Al Abriyyin schlendern, ist dieser ältere Dorfbewohner eigentlich meist am Hauptweg zu sehen
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Bei einem Gang durch die alten Gassen in Misfat Al Abriyyin fühlt man sich gleich um mehrere Jahrhunderte zurückversetzt
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Viele kleine Details zeugen von der Lebendigkeit des alten Bergdorfes Misfat Al Abriyyin
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In den alten Gassen von Misfat Al Abriyyin sehen wir viele Elemente wie beispielsweise die Deckenbauweise, die auch in heutigen Prachtbauten wie der Sultan Qaboos Moschee in Maskat abgebildet sind
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Noch heute können wir bei einer Rundreise durch den Oman diese geballte Vielfalt an Kultur, Geschichte und Natur wie hier in Misfat Al Abriyyin genießen
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Der Esel ist auch heute noch Transportmittel in den alten Bergdörfern wie in Misfat Al Abriyyin
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In den engen Gassen von Misfat Al Abriyyin sieht man auch, wie bereits vorhandenes Gestein einfach mit in das Mauerwerk integriert wurde anstatt den Boden zu begradigen
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Nach und nach wurde von der Regierung auch in den entlegenen Regionen infrastrukturell einiges getan, wie man hier an den Wasser- und Stromleitungen sieht
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Der Wasserkanal Falaj wird auch heute noch für die Bewässerung der Felder sowie auch zur Körperhygiene genutzt – und da dies seit Jahrtausenden so ist, wurde das Falaj-System mit in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen
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Über Jahrhunderte schon sind Menschen über diese Treppen durch das Bergdorf Misfat Al Abriyyin gegangen, so dass einige der Stufen mittlerweile sehr glatt geschliffen sind und mit Vorsicht zu nehmen sind
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Gerade in ländlichen Regionen ist es umso wichtiger, sich angemessen zu kleiden – leider ist dies noch nicht bei allen Gästen angekommen
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Die Waschbereiche an den Falaj sind natürlich in Männlein und Weiblein untergliedert, so dass die Frauen ihren geschützten Zugang zum Wasserkanal haben
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Die Bewohner des Bergdorfes Misfat Al Abriyyin können autark leben, neben ihren kleinen Feldern helfen dabei natürlich auch zahlreiche Dattelpalmen
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Dieser erfrischende Wasserlauf nahe dem Sammelbecken in Misfat Al Abriyyin ist bei unseren Rundgängen immer eine willkommene kleine Abkühlung
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Eine gute Dattelpalme wie hier in Misfat Al Abriyyin bringt bis zu 100kg Ernte pro Saison, wobei Oman jährlich zu den Top 10 der weltweiten Dattelernte gehört
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Paradiesische Ruhe an einer Waschstelle inmitten der Oase Misfat Al Abriyyin
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Auf den vielen kleinen Feldern in Misfat Al Abriyyin gibt es immer was zu tun
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Frisch gewachsene Papayas am eigenen Baum im Garten – für viele Bewohner in Misfat Al Abriyyin ist das alltägliche Begebenheit
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Die alten Häuser werden zwar nicht mehr alle, aber doch zu einem gewissen Teil noch zu Wohnzwecken genutzt – dieses hier dient nur noch als Lagerstätte
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Ein Rundgang durch die Oase Misfat Al Abriyyin ist auf jeder Rundreise durch Oman immer wieder ein Erlebnis
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Die direkt an den Häusern angrenzenden Felder in Misfat Al Abriyyin werden wie so oft im Oman noch ganz traditionell mit dem Wasserkanal Falaj bewässert
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Auf den Feldern in Misfat Al Abriyyin werden neben Dattelpalmen auch Bohnen, Reis und wie hier zu sehen Papaya angebaut
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Direkt neben der Moschee auf dem Rundgang durch Misfat Al Abriyyin ist auch eine Trinkwasserstelle eingerichtet
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Es gibt in Misfat Al Abriyyin noch einige Lastenesel, da sich durch die zahlreichen Treppenstufen eine Schubkarre nicht wirklich anbietet
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Durch die Mitte des Bergdorfes Misfat Al Abriyyin führt ein Wadi, in dem man die Kraft des Wassers an den abgeschliffenen Felsbrocken erahnen kann
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Auch frische Bananen lassen sich an den Bäumen in Misfat Al Abriyyin finden
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Für uns Gäste ist Misfat Al Abriyyin eine paradiesische Oase, für die einheimischen Omanis bedeutet es aber natürlich auch viel Arbeit – trotz der tatkräftigen Unterstützung von Eseln
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Einige der Häuser in Misfat Al Abriyyin sind so errichtet, dass die Steine einfach nur aufeinander gelegt worden sind – ohne, dass mit Lehm groß verdichtet wurde
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Viele Bergdörfer Omans können auch heute noch autark leben, da sie viele Lebensmittel selbst anpflanzen – so wie hier diese Banane in Misfat Al Abriyyin
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Dieser junge Omani lässt sich von einem Esel die Treppen hinauftragen
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In Misfat Al Abriyyin kommen wir dem Lebensgefühl der Omanis in den Bergen bei einem Rundgang durch das Dorf sehr nah
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Im Hintergrund ist noch die Ruine eines Wachturmes zu sehen, der einst über Misfat Al Abriyyin gethront und auf den Ort aufgepasst hat
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Nach dem Treppenaufstieg tut es bei einem Rundgang gut, einfach eine kurze Pause einzulegen und die herrliche Aussicht über die Oase Misfat Al Abriyyin auf sich wirken zu lassen
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Behende klettern die Esel auch mit einem Reiter die engen Gassen und Treppen in Misfat Al Abriyyin hinauf
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Die ruhige, nur von einem Eselruf unterbrochene Stimmung, trägt zum paradiesischen Gesamtbild der Oase Misfat Al Abriyyin bei
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Selbst über der paradiesischen Oase Misfat Al Abriyyin brauen sich ab und an dunkle Wolken zusammen
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Harte Arbeit ist in den ländlichen Regionen noch Gang und Gäbe, wenn Getreide oder Reis von A nach B getragen werden müssen
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Die alten Häuser des Bergdorfes Misfat Al Abriyyin sind umgeben von den schroffen Felsen des Al Hajar-Gebirges und den saftig grünen Blättern der angebauten Pflanzen
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Kleine niedliche Echsen finden sich vor allem in Bergdörfern immer mal wieder, so wie dieses Exemplar an einer Haustür in Misfat Al Abriyyin
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Bei einem Rundgang durch das Bergdorf Misfat Al Abriyyin sind doch einige Treppen zu bewältigen
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Dieser strahlend blaue Himmel über Misfat Al Abriyyin passt einfach perfekt in dieses Gesamtbild der Oase hinein
Mittelalterliche Hafenstadt: Qalhat
Seit dem Juni 2018 besitzt Oman ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe: Die etwas westlich von Sur gelegene Siedlung Qalhat verfügt noch über Ruinen einer alten Hafenstadt, die vor deren Zerstörung durch die Portugiesen 1508 sogar die Hauptstadt des Sultanat Hormus war. Sie galt als Zentrum des Seehandels mit dem indischen Subkontinent. Das bedeutendste noch vorhandene Monument ist die Grabstätte von Bibi Maryam, welches vom damaligen Sultan für seine Frau im Stile persischer Grabstätten errichtet wurde. Es gibt aber auch die Legende, dass Bibi Maryam dieses Bauwerk für sich selbst errichten lassen hat.
Qalhat aus persönlicher Sicht
Oman verfügt aufgrund der günstigen klimatischen Bedingungen über viele Überreste jahrhundertealter Siedlungen. Aber mit dem übrigens von Korallen ummauerten Mausoleum von Bibi Maryam eines der am offensichtlichsten, ist dies doch direkt auch vom Highway sichtbar. In den letzten Jahren war es leider nicht immer möglich, es den historischen Teil Qalhats zu besuchen – dies könnte eventuell mit dem noch laufenden Verfahren der Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO zusammenhängen.
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Strahlend blauer Himmel über der Grabstätte der Heiligen Maria im historischen Teil der Hafenstadt Qalhat – im Hintergrund der moderne Bereich des Ortes, der jedoch nie wieder an die Bedeutung wie im 13. Jahrhunderts heranreichte
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Bis in das 13. Jahrhundert hinein war Qalhat die am meisten genutzte Hafenstadt der Region – heute ist aus dieser Zeit nicht mehr viel zu sehen, jedoch steht die Grabstätte der Heiligen Maria noch an Ort und Stelle
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Beeindruckend ist, dass um die Grabstätte der Heiligen Maria in der alten Hafenstadt Qalhat Mauern aus Korallen erbaut wurden
Der Schildkrötenstrand: Ras Al Jinz
Der östlichste Punkt im Sultanat Oman ist zugleich einer mit einer großen Bedeutung. Nicht nur, dass hier eine alte, etwa 4.000 Jahre alte Hafenstadt gefunden wurde. Der Turtle Beach erlaubt ganzjährig, die zur Eierablage an Land kommenden Schildkröten zu beobachten. Seit 2008 gibt es hier ein wissenschaftliches Zentrum inklusive Museum, welches allabendlich geführte Touren zum Strand des Naturreservates anbietet. Und sollte sich am Abend keine Schildkröte finden lassen, so gibt es auf Anmeldung früh morgens eine weitere Möglichkeit.
Ras Al Jinz aus persönlicher Sicht
Es ist ein richtig tolles und erhabenes Gefühl, die großen weiblichen Schildkröten bei ihrer Eiablage im weichen Sand begutachten zu können. Sie befinden sich in dem Zeitraum in einem Trancezustand, so dass die Wahrnehmung der Umgebung etwas eingeschränkt ist und unter der Anleitung eines Mitarbeiters des wissenschaftlichen Zentrums kleine Gruppen die Tiere sehen können. Es kommt allerdings ab und an vor, dass keine Schildkröten an Land kommen – dann ist alles Warten umsonst, wenn man nicht in aller Frühe nochmals aufstehen möchte. Das ist uns bisher allerdings nur etwa fünf Mal passiert. Richtig grandios wird dieses Erlebnis am Turtle Beach, wenn plötzlich junge Schildkröten schlüpfen und sich auf den mühsamen, leider jedoch sehr beschwerlichen Weg ins Meer begeben. Wenn man bedenkt, dass die Überlebensrate nur bei 2 bis 3 Promille liegt, macht einen das schon nachdenklich.
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Der Gebäudekomplex mit Hotel, Restaurant und Museum ist futuristisch gestaltet (Bildquelle: Ras Al Jinz Scientific Center)
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Handwerkskunst und Souvenirs werden im Shop des Ras Al Jinz Scientific Centers mit angeboten
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Der Strandbereich des Turtle Beaches im Ras Al Jinz Scientific Center ist für die Hotelgäste nur bis mittags nutzbar, um die anschließend eintreffenden ersten Schildkröten nicht zu stören
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Ein Highlight auf jeder Rundreise durch den Oman ist immer der Besuch des Turtle Beach in Ras Al Jinz, wo wir mit etwas Glück die Eierablage mit anschließender Rückkehr ins Meer sowie auch kleine, frisch geschlüpfte Schildkröten bestaunen können
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Nach getaner Arbeit begeben sich die Mutter-Schildkröten wieder auf den Weg ins Meer
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Das Graben der Löcher in den Sand für die Eiablage ist für die Schildkröten ein anstrengender, aber notwendiger Prozess während der Eiablage, denn nur etwa 2-3 Promille der Eier werden letztlich überleben
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Fast ist es geschafft und die Schildkröte hat das Meer wieder erreicht, nachdem sie ihre Eier am Turtle Beach in Ras Al Jinz abgelegt hat
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Mit Glück schlüpfen bei der Besichtigung der Eiablage hier und da auch kleine Schildkröten, die sich dann sofort ihren Weg in das Meer suchen
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So eine frisch geschlüpfte Schildkröte am Turtle Beach von Ras Al Jinz sieht immer sehr niedlich aus, ihr steht jedoch ein sehr harter Überlebenskampf bevor – bisher hat sie lediglich die erste Etappe gemeistert
Geschichtsunterricht live: Die Ruinen von Tanuf
Nicht weit hinter Nizwa auf dem Weg in Richtung Jabal Shams liegt die Stadt Tanuf, die nicht nur für seine Getränkeabfüllanlage bekannt ist sondern auch ein Mahnmal in Form eines Ruinendorfes beherbergt. Denn der alte Teil des Ortes wurde vom damaligen Sultan mit Hilfe der britischen Luftstreitkräfte für einen Präzedenzangriff genutzt, um den Jabal-Akhdar-Krieg mit zwischen dem die Küstengebiete umfassenden Sultanat und den Aufständigen des im Inneren des heutigen Landes liegenden Imamats zugunsten des Sultans zu wenden. Die Bombardements waren üblicherweise auf die Falaj-Systeme der Dörfer gerichtet, hier jedoch ging es einfach auch gegen die Zivilbevölkerung, die unter Führung von Imam Ghalib bin Ali gegen den Vater des heutigen Sultans kämpfte. Die Ruinen sind auch heute noch frei zugänglich und nahezu so erhalten wie nach dem letzten Luftangriff 1959.
Tanuf aus persönlicher Sicht
So schön die Fotomotive auch sind, umso bedrückender ist die Geschichte dieses vor der imposanten Bergkulisse gelegenen Ruinendorfes. Luftangriffe auf Lehmgebäude müssen unter der Bevölkerung verheerende Folgen gehabt haben. Aber genau aus diesen Begebenheiten hat die omanische Bevölkerung zusammen mit Seiner Majestät auch einen beispielhaften Weg in die Moderne hingelegt. Und von daher ist dieses Mahnmal auch immer wieder ein interessanter Ort, um die Landesgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts anschaulich dargestellt zu bekommen.
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Auf einer Rundreise durch den Oman passieren wir zahlreiche Ruinen, aber in Tanuf lässt sich ein Teil der Geschichte des Landes sehr schön veranschaulichen
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Das Dorf Tanuf wurde in den 50er Jahren mithilfe der britischen Luftstreitkräfte nach Vorwarnung angegriffen, um den Aufständigen eine Lektion zu erteilen
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Das Ruinendorf Tanuf kann als Mahnmal verstanden werden, steht die Geschichte des Ortes doch als ein Sinnbild für die Zerissenheit der Omanis noch vor wenigen Dekaden
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Der alte Teil von Tanuf bietet dank seiner zwar seit den 50er Jahren verlassenen, aber noch zahlreich vorhandenen Ruinen vor der imposanten Bergkulisse ein tolles Fotomotiv
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Wenn man sich einmal auf eine kleine Wanderung durch die Ruinen von Tanuf begibt, findet man auch hier und da noch alte Tonkrüge und andere Utensilien des täglichen Lebens
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Der vordere Teil der Ruinen von Tanuf beherbergt rechterhand auch die typische quadratische Moschee, wie sie in der Vergangenheit üblich war
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Auch in den Ruinen von Tanuf können wir ungestört die Vergangenheit des Oman Revue passieren lassen, außerdem gibt ein Rundgang durch die vorhandenen Strukturen einen Einblick, wie das Leben vor sechzig Jahren im Land noch überall ablief
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Die Wachtürme sind Zeugnis der hin und wieder auch einmal nicht ganz so friedlichen Vergangenheit des Landes, die meisten stammen aus der Zeit der portugiesischen Besatzung
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In der untergehenden Sonne ergibt sich durch die sich ändernden Farben eine ganz andere Atmosphäre – nur schade, dass wir nicht überall zum Sonnenuntergang sein können
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Direkt hinter den Ruinen von Tanuf wurde später auch der neue Teil wieder aufgebaut
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Die Mauern der Ruinen von Tanuf sind weitestgehend trotz der langen Zeit seit Ende der 50er Jahre noch überwiegend intakt – schön zu sehen ist die mit Stroh verstärkte Struktur der Lehmgebäude
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Die traditionellen Strukturen beispielsweise beim Bau eines Daches lassen sich sowohl in den Burgen Omans als auch in den Wohnhäusern wiederfinden und werden gern beim Bau neuer Prestigeobjekte mit aufgegriffen
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Die Wohnungen in der arabischen Welt waren bis zum Auffinden der Rohstoffe sehr einfach gehalten
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Hinter den Ruinen von Tanuf geht es noch in ein Wadi hinein, welches wie so viele im Oman mit spektalulären Ansichten glänzt
Wie soll Deine Oman-Reise aussehen?
Trag einfach die Parameter für Deine Traumreise in das folgende Formular und lass uns anschließend etwa 20 bis 30 Minuten telefonieren, wie Ihr Euch Eure Wunschreise vorstellt. Anschließend gehen wir in die Spur und erstellen Dir ein Angebot, welches wir solange anpassen bis Du sagst:
Genau das ist MEINE Tour, so machen wir das.
