Schroffe Felsen, malerische Dörfer: Die Bergwelt Omans
Im ersten Augenblick bringt man atemberaubende Bergwelten wahrscheinlich nicht mit Oman in Verbindung. Und doch macht die Faszination des Al Hajar-Gebirges einen Großteil der kontrastreichen Landschaft im Norden des Landes aus.
Oman besticht neben der höchsten Erhebung der arabischen Halbinsel, dem 3.009m hohen „Berg der Sonne“ Jabal Shams, auch mit zahlreichen anderen faszinierenden Landschaften im Hochgebirge. Sei es das fruchtbare Gebiet des „grünen Berg“ Jabal Al Akhdar oder die herrlichen Aussichten während einer Offroad-Tour durch Wadi Bani Awf.
Dabei varriert die Bergwelt von steil abfallenden Canyons bis hin zu Hochplateaus, die auch einen endlosen Blick über den Golf von Oman bieten. Ein Prunkstück inmitten dieser Gegenden sind die oftmals unverhofft auftauchenden Bergdörfer. Bei einer Wanderung durch diese Oasen wird schnell klar, welchen faszinierenden Spagat zwischen Historie und Moderne das Sultanat Oman durchlebt und auf freundliche Art auch seinen Gästen vermittelt.
Der höchste Berg Arabiens: Jabal Shams
In der Welt der Architektur und der Gebäude ist es im arabischen Raum Gang und Gäbe, dass Rekorde von den Nachbarstaaten alsbald übertumpft werden. So erging es der Großen Moschee in Maskat, deren handgeknüpfter Teppich sowie der riesige Kronleuchter seinen Platz als jeweils größter der Welt an Nachbarländer abgeben mussten. Aber diesen natürlichen Koloss kann man nicht einfach kopieren: Der Jabal Shams, übersetzt Berg der Sonne, ist die höchste Erhebung der arabischen Halbinsel. Etwa eine Autostunde westlich von Nizwa gelegen beginnt der Aufstieg, der aufgrund einer Militärbasis zwar nicht mehr bis zum höchsten Punkt auf 3.009m Höhe führt. Aber die faszinierenden Blicke in den Grand Canyon Omans sind an anderer Stelle anzutreffen.
Jabal Shams aus persönlicher Sicht
Der Jabal Shams fasziniert nicht nur durch seine grandiosen Blicke in den Grand Canyon – man steht einfach mal an einer Klippe und schaut einen Kilometer schnurstracks nach unten, um dort ein kleines Bergdorf in Wadi An Nakhur zu entdecken. Durch das erdzeitlich gesehen relativ junge Alter dieses Gebirges und die geringe Verwitterung sieht man an der Oberfläche neben Quarz-Einschlüssen auch zahlreiche Fossilien aus der Zeit, als der Jabal Shams noch Ozeanboden war. Mit einer Jacke ausgestattet ergibt sich nach dem Sonnenuntergang, der den Canyon in wunderbare Farben hüllt, auch ein fantastischer Sternenhimmel. Und dazu kommt diese unglaubliche Ruhe, die maximal von Windgeräuschen oder einer umherlaufenden Ziege durchbrochen wird. Alles in allem ist der Jabal Shams ein Ort, bei dem man sich als Mensch wieder einmal etwas in die richtige Relation zur großen Natur gesetzt fühlt.
Die Highlights des Jabal Shams
Bereits die Anfahrt auf den Jabal Shams beeindruckt mit tollen Aussichten über die durch Plattentektonik aufgeschobenen Gesteinsschichten. Im Wadi Ghul geht auf einmal unverhofft der Grand Canyon auf. Eine Möglichkeit ist, offroad in den Canyon hinein in das Wadi An Nakhur zu fahren. Es schaukelt ein wenig, aber die imposanten Bilder inmitten der steilen Klippen sprechen für sich.
Oben auf dem Jabal Shams in Richtung der beiden Resorts angekommen bieten sich zahlreiche Blicke in den Canyon. Einer davon direkt vom ehemaligen Flugfeld, welches man als solches überhaupt nicht wahrnimmt. Und für Wanderer ein Traum: Der sogenannte „Balcony Way“, Balkon-Weg. Dies ist eine Wanderstrecke, die inmitten der Klippe um den Canyon führt – unergleichlich.
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In dieser Region um den Grand Canyon hat das Hajar-Gebirge mit dem Jabal Shams, zu dessen Anfahrt wir uns hier befinden, seine höchsten Ausdehnungen – schön zu sehen, wie durch Plattentektonik die Erdschichten einfach aufgetürmt wurden
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Die steinernen Klippen auf dem Weg nach Nakhur durch den Grand Canyon beeindrucken immer wieder
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Der Grand Canyon ist neben seiner atemberaubenden Schönheit auch wieder ein Paradies für Geologen, wie man hier an den Quartz-Einschlüssen in Wadi An Nakhur sehen kann
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Der majestätische Berg der Sonne, wie Jabal Shams übersetzt heißt, ist mit über 3.000 Metern Höhe die größte Erhebung auf der arabischen Halbinsel – ein Highlight auf jeder Rundreise
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Vor den massiven Felswänden hier im Grand Canyon vom Oman fühlt sich auch unser Toyota LandCruiser sichtlich wohl, nachdem er die Offroad-Strecke jedes Mal mit Bravour meistert
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Tief am Ende von Wadi An Nakhur begutachten wir die Felder, die Omanis hier direkt am Fuße des Jabal Shams angelegt haben
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Die Anreise auf den Jabal Shams führt teilweise über asphaltierte Serpentinen und teilweise offroad über meist gut befahrbare Straßen
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Das Zittern in den Knien, wenn man sich den Klippen des Grand Canyon im Oman nähert, ist unbeschreiblich
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Mit gutem Auge oder viel Zoom lässt sich das Dorf Nakhur einen Kilometer tiefer erkennen, welches im hinteren Teil des Grand Canyon liegt
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Die Beduinen verkaufen selbstgefertigte Schlüsselbänder, Armbänder und weitere Souvenirs – mittlerweile gibt es dazu im Gegensatz zu diesem Bild aus 2009 auch einen kleinen Stand auf dem Weg zum Jebel Shams Resort
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Hier beim Blick in den Grand Canyon wird das Verhältnis zwischen Mensch und Natur wieder einmal ein wenig gerade gerückt
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Der Canyon, um den sich der Jabal Shams schmiegt, ist einer der größten der Welt – wir blicken hier einfach mal einen Kilometer schnurgerade nach unten
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Die ohnehin schon spärliche Vegetation Omans übertüncht auch am Jabal Shams nur vereinzelt das schroffe Felsgestein
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Es gibt Orte bei einer Rundreise durch den Oman, da kann man sich ganz auf sich selbst besinnen – einer davon ist der Jabal Shams, der Berg der Sonne
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Besonders interessant für Geologen sind neben dem Grand Canyon an sich auch die Tatsache, dass auf dem Jabal Shams auch zahlreiche Fossilien zu sehen sind – vor deutlich weniger als 100 Millionen Jahren war die höchste Stelle der arabischen Halbinsel noch Teil eines Ozeanes
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Die abendliche Atmosphäre auf dem Jabal Shams ist auf jeder Rundreise immer wieder gigantisch, zumal hier oben außer Windgeräuschen und hier und da einer Ziege oder einem Greifvogel keinerlei Töne zu vernehmen sind
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Die Sonnenuntergänge auf dem Jabal Shams, dem Berg der Sonne, sind relativ zügig zu Ende, verleihen der Region durch die rötliche Farbgebung aber auch einen besonderen Charme
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Der Sonnenuntergang hüllt den Jabal Shams in eine feuerrote Stimmung
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Auf den 3.009 Meter hohen Gipfel des Jabal Shams kommt man aufgrund einer militärischen Sperrzone leider nicht mehr hinauf, aber auch aus gut 2.000m lässt sich der Vollmond und der Sternenhimmel begutachten – allerdings sollte darauf geachtet werden, eine Jacke nicht zu vergessen
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Des Nachts haben wir bei Übernachtungen auf dem Jabal Shams einen wunderbaren Blick auf den Sternenhimmel
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Kurz vor dem Sonnenaufgang umgibt die Felswände des Grand Canyon am Jabal Shams eine mystische Atmosphäre
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Nahe dem Hang in den Grand Canyon hinein liegt ein Beduinendorf, in welchem gut die alten Behausungen neben den von der Regierung bereitgestellten neuen Häusern zu sehen sind
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Das schroffe, nicht durch Erde verdeckte und nicht große erodierte Gestein des Jabal Shams ist auch ein Paradies für Geologen
Die Hochebene mit Küstenblick: Salmah Plateau
Das Hajar-Gebirge läuft zwischen Maskat und Sur an sich so langsam aus, aber es verzückt dennoch mit zahlreichen Highlights entlang des Weges. Ein besonderes ist nicht nur aufgrund seiner Offroad-Erfahrung das weithin unterschätzte Salmah Plateau. Hier oben befindet sich eine der größten Höhlenkammern der Welt: In Majlis Al Jinn, dem „Zimmer der Geister“, würde der Kölner Dom ohne Probleme hinein passen.
Salmah Plateau aus persönlicher Sicht
Das Salmah Plateau ist bei vielen Gästen und auch Reiseveranstaltern gar nicht so richtig angekommen. Ein Glücksfall, so befinden wir uns meistens allein auf weiter Flur, wenn wir die atemberaubenden Offroad-Serpentinen hinaufklettern. Hier erlebt man noch etwas, was an den häufiger befahrenen Orten nun ausgemerzt wurde: Wie vor zehn Jahren noch üblich, gibt es quasi nur ganz wenige Schilder, die den Weg weisen. Vielleicht ist auch dies ein Grund, dies ein Ort der kompletten Ruhe ist. Und immer wieder beeindruckend sind dabei auch die abgelegenen Bergdörfer, auf die lediglich Ziegenherden und Kamele auf 2.000 Höhenmetern verweisen. Der Ausblick vom Salmah Plateau hinab auf das Küstengebiet inklusive dem Meer ist auch jedes Mal aufs Neue einfach nur schön.
Die Highlights des Salmah Plateau
Entlang der Strecke hinauf und wieder hinab ergeben sich viele kleine landschaftliche Sehenswürdigkeiten. Bei der Auffahrt auf das Salmah Plateau von Fins aus geht es nach einer kleinen Eingewöhnungsphase bald sehr steil aufwärts, wobei direkt am Canyon Wadi Fins hinter einem Dorf tolle Aussichten auf uns warten. Oben dann ist natürlich die Höhle Majlis Al Jinn das ein sehenswerter Ort. Auch wenn Amateure hier nicht hineinklettern können so ist der Anblick in die große Öffnung doch atemberaubend. Nach der Siedlung Qurran kommen anschließend wunderschöne Aussichten über die Küste, bevor es dann ebenso steil wie es hinauf ging wieder teilweise asphaltiert hinab in Richtung Highway zwischen Maskat und Sur führt.
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Innerhalb weniger Kilometer legen wir während unserer Fahrt hinauf auf das Salmah Plateau beträchtliche Höhenmeter zurück, wie man hier anhand des entgegenkommenden Autos sehen kann
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Während des Aufstiegs zum Salmah Plateau gibt es nicht nur tolle offroad-Strecken zu erklimmen, sondern auch fabelhafte Aussichten über die Küste zu genießen
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Unser Toyota LandCruiser nimmt die Auf- und Abstiege hier bei unseren Rundreisen im Oman immer mit einer großen Portion Zuverlässigkeit
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Ab und an ist es unfassbar, in welch abgelegenen Gebieten die Menschen im Oman leben – hier sehen wir die Siedlung Hiraymah auf dem Weg hinauf zum Salmah Plateau
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Ein Bild aus einem unserer ersten Ausflüge aus dem Oktober 2009, als wir zum ersten Male Salmah Plateau hinauf kletterten
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Blick in den Canyon Wadi Fins, der sich in den Ausläufern des Hajar-Gebirges in Richtung Sur befindet
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Wie in so vielen ländlich geprägten Regionen im Oman sind zahlreiche Ziegen Bestandteil des täglichen Lebens
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Immer wenn man im Oman denkt, hier kann doch eigentlich nichts mehr kommen, findet sich wieder eine neue kleine Siedlung – hier sehen wir Hiraymah auf dem Aufstieg zum Salmah Plateau
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Für Geologen ist auch Salmah Plateau wieder ein interessantes Gebiet, da auch hier die Gesteinsschichten sehr klar zu erkennen sind
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Im Hintergrund sieht man wie die offroad-Straße auf das Salmah Plateau noch leicht ansteigt, hinten in den Klippen um das Wadi herum wird es dann noch etwas steiler
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Sichtlich überrascht schaut uns diese Ziege auf dem Salmah Plateau an, während ihre Kollegen schon deutlich weiter gelaufen sind
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Atemberaubende Aussichten, schroffe Bergwelten, abenteuerliche Offroad-Abschnitte, blauer Himmel und absolute Ruhe – das macht Salmah Plateau so besonders schön
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Entlang des Aufstieges auf das Salmah Plateau gibt es immer wieder faszinierende Aussichten in Wadi Fins hinein
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Während unseren Rundreisen durch den Oman machen wir natürlich an tollen Punkten auch immer wieder für ein Foto Halt
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Sehr selten im Oman, aber bei der Höhle Majlis Al Jinn ist auch eine kleine Beschreibungs-Tafel zur Höhle, da es sonst hier oben auf dem Salmah Plateau keine weiteren Informationsquellen gibt
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Mit Auto und Häusern im Hintergrund lässt sich die Größe des Eingangs in die Höhle Majlis Al Jinn erahnen
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Hoch oben auf dem Salmah Plateau befindet sich mit Majlis Al Jinn der „Aufenthaltsraum der Geister“, eine der größten Höhlen der Welt – hier passt der Kölner Dom in Ruhe hinein
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Wir sehen leider nur einen kleinen Teil der riesigen Höhle Majlis Al Jinn, diese ist nur für wirklich professionelle Bergsteiger zu erforschen – hier der Einstieg in die Hauptkammer der Höhle
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Wundervoller Blick über die schroffe Mondlandschaft auf dem Salmah Plateau während einer unserer Touren durch Oman
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Der Ort Qurran oben auf dem Salmah Plateau ist von den Bergen geschützt in einer kleinen Senke gelegen, so dass sich von etwas oberhalb ein wunderschöner Anblick hinein in das alltägliche ruhige Leben der Omanis hier ergibt
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Diese Ziegenherde kreuzt unseren Weg während einer Tour über das Salmah Plateau
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Nahe des Dorfes Qurran auf dem Salmah Plateau treffen wir auf eine wie an einer Perlenkette aufgereiht gehende Herde von Ziegen – keine Seltenheit in den Bergwelten Omans
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Nicht nur in der Wüste, auch in den Bergen finden sich zahlreiche Kamele, so wie hier auf dem Salmah Plateau
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Blick über das Meer und die Küste von den höheren Lagen des Salmah Plateaus, welches wir bei unseren Rundreisen immer mal wieder mit erklimmen
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Nach Regenfällen wird das heruntergespülte Gestein von schwerem Gerät zeitnah wieder beiseite geschoben, um die Offroad-Straßen schnell wieder befahrbar zu machen
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Der Ausblick, wenn wir unsere Rundfahrt über Salmah Plateau fast beendet haben, ist einfach gigantisch – wir sehen das Küstendorf Fins und die sich an die Berge schmiegenden Serpentinen
Den „grünen Berg“ im Herzen: Sayq Plateau
Von der einst kriegerischen Auseinandersetzung der beiden omanischen Staaten, die im „Jabal Akhdar-Krieg“ in den 1950er Jahren gipfelte und schließlich unter Zuhilfenahme der britischen Streitkräfte zugunsten des Sultans ausging, ist heute hier auf dem Sayq Plateau glücklicherweise nichts mehr zu spüren. Vielmehr versprüht die etwas südöstlich von Nizwa gelegene Region etwas gemütliches. Im Gegensatz zu vielen anderen Bergwelten Omans ist die Anfahrt zum Sayq Plateau komplett asphaltiert, so dass die Insassen jedes Geländewagens – normale PKW werden an einem Kontrollpunkt gar nicht durchgelassen – die Aussichten auf den bekannten „grünen Berg“, den Jabal Al Akhdar, genießen können.
Sayq Plateau aus persönlicher Sicht
Das Sayq Plateau stellt sehr schön kontrastreich die Schönheit der bergigen Gebiete Omans dar. Wir haben auf der einen Seite die Hochlandschaft rund um den Jabal Al Akhdar, auf der anderen Seite aber schauen wir bei einem Spaziergang durch die Bergdörfer genau in einen Canyon. Überhaupt ist das Schlendern durch entlang der Felder eine beruhigende Angelegenheit. Die kargen Felsen werden außerdem abgelöst durch grünblühende Terrassen, die einen kleinen Hinweis auf die Fruchtbarkeit des Gebietes gibt. Übrigens nicht nur in dieser Hinsicht, in Ar-Ruus hieß es vor einiger Zeit, dass die Durchschnittsfamilie aus knapp 17 Personen bestehe.
Die Highlights des Sayq Plateau
Noch bevor wir uns in die Auffahrt zum Sayq Plateau begeben ist ein Gang durch die Ruinen und palmengesäumten Nachbarschaften der am Fuße der Hochebene befindlichen Ortschaft Birkat Al Mawz empfehlenswert. Oben auf dem Plateau angekommen überstrahlt natürlich der Blick vom sogenannten Diana´s Point in den Canyon und auf die Terrassenfelder des Jabal Al Akhdar alles. Der Punkt wurde so benannt, weil die gleichnamige Prinzessin von Wales in den 1980ern hier mit dem Hubschrauber gelandet ist. Nach einem gemütlichen Gang durch die Dörfer Al Ayn und Sayq fahren wir dann noch etwas weiter um den Canyon herum und erforschen die direkt an den Felsen gelegenen Ruinen von Wadi Bani Habib. Auch hier hat die Gegend durch zahlreiche Bäume und Pflanzen ein komplett anderes Erscheinungsbild als um das Sayq Plateau herum.
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Vor den ansteigenden Serpentinen hinauf auf das Sayq Plateau liegt das Dorf Birkat Al Mawz, in dem alte Ruinen und neue Wohnhäuser teilweise direkt nebeneinander stehen
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Die Anfahrt auf das Sayq Plateau zum Jabal Al Akhdar erstreckt sich über zahlreiche Serpentinen, die man nur mit einem 4×4 erklimmen darf
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Das Al Hajar-Gebirge im Oman ist überwiegend vegetationsarm, weshalb der Jabal Al Akhdar eine Besonderheit darstellt – hier der Blick in den Canyon linkerhand des „grünen Bergs“
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Die Dörfer des Jabal Al Akhdar liegen idyllisch in den Bergwelten auf dem Sayq Plateau
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Die Felder des Dorfes Al Ayn auf dem Sayq Plateau reichen bis an die Klippen heran
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Blick hinab vom Diana´s Point – benannt nach einem Landeplatz der Princess of Wales in den 80er Jahren – in die Berglandschaft auf dem Sayq Plateau
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Blick von den Klippen des Jabal Al Akhdar auf die Terrassenfelder des Bergdorfes Al Ayn
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Eines der bekanntesten Fotomotive Omans sind die je nach Jahreszeit – besonders im Frühjahr und Herbst – besonders grünen Terrassen auf dem daher benannten Jabal Al Akhdar („der grüne Berg“)
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Idyllisches Bergdorf-Feeling kommt beim Schlendern am Jabal Al Akhdar auf
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Im Rahmen vieler Rundreisen durch Oman wandern wir auch entlang der Terrassenfelder des Jabal Al Akhdar und bekommen so hautnah präsentiert, warum dieser als „der grüne Berg“ bekannt ist
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Eine Wanderung zwischen den beiden Dörfern des Jabal Al Akhdar kann bei gemächlicher Gangart bis zu zwei Stunden Erholung sein
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Ein perfektes Bild der Moschee von Ash Shirayjah um zu zeigen, woher der „grüne Berg“ seinen Namen hat
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Ein Blick durch die Bäume des Sayq Plateaus hinauf auf neu errichtete Gebäude auf dem Weg zu den Ruinen von Wadi Bani Habib
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Da muss man schon etwas genauer hinsehen, um die Ruinen von Wadi Bani Habib auf dem Sayq Plateau zu erkennen – diese liegen auch etwas versteckt hinter dem Jabal Al Akhdar
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Aus den Steinen der Umgebung errichteten die Omanis vor einigen Generationen das Dorf Wadi Bani Habib, wo jedoch im Gegensatz zu anderen Dörfern mittlerweise keiner mehr wohnt
Faszinierende Ansichten offroad: Wadi Bani Awf
Eine echte Perle der Bergwelten liegt zwischen Nakhal und Al Hamra, wenn wir etwa 60 Kilometer durch das Wadi Bani Awf fahren. Mittlerweile sind die ersten etwa zehn Kilometer in das Wadi hinein zwar asphaltiert, anschließend geht es jedoch vor allem in den eigentlichen Bergen weiter offroad ans Ziel. Diese Strecke eignet sich ideal, um von Maskat in Richtung Nizwa oder dem Jabal Shams einen anderen Weg als den Highway einzuschlagen.
Wadi Bani Awf aus persönlicher Sicht
Bis heute ist diese Strecke noch immer ein absolutes Highlight bei jeder Rundreise durch den Oman. Bei unserer ersten Fahrt durch Wadi Bani Awf haben wir über 800 Fotos geschossen – mittlerweile wissen wir natürlich, wo die besten Motive zu finden sind. Aber es ist immer noch jedes Mal aufs Neue beeindruckend, sich über die teilweise engen Offroad-Straßen die Berge hinauf zu begeben. Garniert mit einem Postkarten-Bergdorf, welches vor den Klippen liegt die wir anschließend erklimmen. Und dort bietet sich dann hinter jeder Kurve wieder eine neue grandiose Aussicht über das soeben zurückgelegte Tal. Oben angekommen haben wir noch einen kleinen besonderen Platz, an dem wir dann in völliger Ruhe unser Picknick genießen und dabei abermals über das gesamte Wadi Bani Awf blicken. Ein Gast, der viel von der Welt gesehen hat, sagte einmal:
Eigentlich müsst Ihr alle Eure Gäste hier oben bezahlen lassen. So viel Trinkgeld bei dieser fantastischen Aussicht bekommt Ihr nie wieder!
Die Highlights des Wadi Bani Awf
Schon bei der Einfahrt in das Wadi wird als kleiner Vorgeschmack von Mutter Natur eine grandiose Felswand präsentiert, bei der man jede einzelne aufgetürmte Gesteinsschicht erkennen kann. Ein erstes Highlight endet dann hinter dem Dorf Az Zammah und ist aufgrund seines Erscheinungsbildes unverkennbar: Der Snake Canyon. Dieser heißt so, weil er sich in einer geringen Breite durch die Bergwelt schlängelt, er ist ideal für Canyoning-Touren geeignet. Anschließend gelangen wir in das malerische Bergdorf Balad Seet, welches ein Postkartenmotiv vor den Klippen des Hajar-Gebirges darstellt und das ruhige Leben im ländlichen Oman perfekt widerspiegelt. Und nach dem Aufstieg hinauf auf die Klippen wartet dann noch der atemberaubende Blick von der Al Sharaf genannten Region. Hier sehen wir noch einmal auf das gesamte Valley hinab, welches wir die letzten Stunden durchquert haben. Man kann es natürlich auch in entgegengesetzter Richtung fahren, aber wir empfehlen: Immer von der Seite Rustaq/Nakhal aus starten, so ist es deutlich beeindruckender.
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Bevor wir uns durch das immer wieder atemberaubende Wadi Bani Awf begeben, schauen wir uns zur Veranschaulichung erst einmal noch die Route auf einer Karte an
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Eines der seltsamsten Anblicke bei einer Rundreise im Oman – gefühlt ist nach gut zehn Kilometern Fahrt durch Wadi Bani Awf die Welt zu Ende, aber scheinbar gibt es doch noch zahlreiche Dörfer zu entdecken
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Im Tal von Wadi Bani Awf schmiegen sich immer wieder kleine Siedlungen an die Bergwelt, so wie hier Az Zammah
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Eine erste kleine Pause nach den beginnenden Anstiegen offenbart die farblich sehr unterschiedlichen Gesteine in Wadi Bani Awf
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Schroffe Felsen, interessante Offroad-Strecken, idyllische Bergdörfer, farbliche Bergwelt mit atemberaubenden Aussichten – all das bietet Wadi Bani Awf seinen Gästen
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Bei der Fahrt durch Wadi Bani Awf sehen wir den nach hinten im Bild gehenden großen Teil von Snake Canyon, während wir bei unseren Canyoning-Touren den hier quer verlaufenden kleinen Teil von Snake Gorge durchqueren
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Diese markante V-Formation markiert das Ende von Snake Canyon, einem für Abenteurer und Sportbegeisterte interessanten Punkt im Oman
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Snake Canyon ist eine tolle Erfahrung, ohne wirklich Extremsport-Voraussetzungen zu erfüllen – in etwa zwei Stunden läuft, klettert und schwimmt man vom Eingang bis zum Ende, wobei eine gewisse Grundfitness doch gegeben sein sollte
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Hier sehen wir, wie wir uns auf einer relativ frühen Tour behende durch Snake Canyon begeben
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An besonders kniffligen Stellen in Snake Canyon haben Omanis auch Hilfsmittel angebracht – und anhand solcher älteren Bilder wird mir einmal mehr bewusst, wieder mehr Sport zu treiben
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Neben der sportlichen Aktivität beeindrucken im Snake Canyon in Wadi Bani Awf insbesondere die steilen Klippen – hier erahnt man auch, warum man bei bewölktem Himmel diese Canyoning-Tour nicht starten sollte
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Wir freuen uns, den atemberaubenden Snake Canyon im Wadi Bani Awf einmal mehr durchquert zu haben
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Die letzten Meter während unserer Tour durch Snake Canyon im ohnehin schon spektakulären Wadi Bani Awf gehen dann wieder etwas gemütlicher zur Sache
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Ansichten wie hier in Wadi Bani Awf lassen während einer Rundreise durch den Oman vielerorts erahnen, was für gewaltige Kräfte beim Entstehen dieser Landschaft gewirkt haben müssen – das Land ist für Geologen ein Paradies
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Blick auf das pittoreske Bergdorf Balad Seet, welches von der umliegenden Bergwelt über die Jahrhunderte geschützt wurde
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Eines der beliebtesten Fotomotive während einer Rundfahrt durch Wadi Bani Awf ist das Bergdorf Balad Seet
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Ein Musterbeispiel für verschlafene Postkarten-Bergdörfer stellt das etwas versteckt gelegene Balad Seet in Wadi Bani Awf dar – typisch sind die zahlreichen kleinen Terrassenfelder, auf denen von Reis bis Mais so ziemlich alles angebaut wird
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Früher ging die Straße noch direkt über das Spielfeld, heute gibt es im Olympiastadion von Balad Seet sogar einen Kunstrasenplatz
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Auch heute noch leben viele Omanis in den Bergen in ihrer traditionellen Umgebung – und möchten auch gar nicht in die großen Städte ziehen, wie der Bau neuer Häuser immer wieder zeigt
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Ein Platz für ganz mutige Camper, um eine unvergessliche Zeit in Wadi Bani Awf zu erleben – schon der Weg hier hin ist atemberaubend
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Unfassbare Aussicht bei absoluter Ruhe über das Wadi Bani Awf – es gibt viele beeindruckende Orte im Oman, aber dieser hier zählt immer wieder zu den Highlights einer Rundreise
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Grandiose Aussicht über das Tal Wadi Bani Awf mit den beiden Orten Balad Seet linkerhand und Hat rechterhand
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Durch die unbefestigten Offroad-Straßen ist unser LandCruiser etwas eingestaubt, aber nach dem steilen Anstieg durch Wadi Bani Awf hat auch er sich seine Pause verdient
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Mit Blick auf das Bergdorf Balad Seet sehen wir auch die Offroad-Straßen, die uns durch Wadi Bani Awf hier oben in das Sharaf genante Gebiet mit dieser tollen Aussicht gebracht haben
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Faszinierender Blick aus über 2.000 Meter Höhe hinunter auf die Siedlung Hat, die wir soeben noch passiert haben
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Ein beliebtes Fotomotiv für unsere Gäste ist dieser kleine Felsvorsprung oben an der Klippe nach der Durchquerung von Wadi Bani Awf
Wie soll Deine Oman-Reise aussehen?
Trag einfach die Parameter für Deine Traumreise in das folgende Formular und lass uns anschließend etwa 20 bis 30 Minuten telefonieren, wie Ihr Euch Eure Wunschreise vorstellt. Anschließend gehen wir in die Spur und erstellen Dir ein Angebot, welches wir solange anpassen bis Du sagst:
Genau das ist MEINE Tour, so machen wir das.
